Landebahn

Nabelfenstergalerie der Propellerskulptur


Der Zerstörungswut den Spiegel vorhalten

Die TamieH Propellerskulptur und BANKbank sind wieder schön

Erneut waren zwei der "Drei TamieH-Freunde", die BANKbank und die PropellerSkulptur auf dem Wall hinter dem Hochregallager Roll in den letzten Monaten massiv beschädigt worden.

Die Gläser der Nabengalerie der Propellerskulptur von Pau Diestel waren im Spätsommer zum zweiten Mal zerschlagen und das Pollenbild von Ute Haecker zerstört worden. TamieH reagierte in Zusammenarbeit mit Ute Haecker erneut still und schnell und erneuerte die Nabengalerie und ihr Kunstwerk, weil sie wie schon beim ersten Mal dieser Zerstörungswut keinen Spielraum bieten wollten.

Als Markus Stettner-Ruff am 29.11.23 die erneute Zerstörung der Nabengalerie und des Kunstwerks von Ute Haecker entdeckte, war für alle klar: „Jetzt ist das Fass voll und wir machen diese Zerstörungswut öffentlich“. Was dann auch geschah. Das Hohenloher Tagblatt berichtete. Außerdem erstattete TamieH Anzeige gegen Unbekannt.

Parallel waren die Informationsscheiben aus Plexiglas der BANKbank von Unbekannten so stark erhitzt worden, dass sie sich verformten und die Informationen zur BANKbank, die Fritz Vogt gewidmet ist, nicht mehr zu lesen waren.

TamieH entschied sich bis zum Jahreswechsel erst mal inne zu halten und dann zu entscheiden, wie dieser Ort wieder seine Würde und Schönheit zurückbekommt.

Anne Bronner, die Patin der Nabengalerie hatte dafür eine schöne Idee, die sie so formulierte und mit einem Zitat von Václav Havel unterlegte :

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus.
Es ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht -
ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“

Václav Havel

Es gibt unzerbrechliche Edelstahlspiegel für „vandalismusgefährdete Bereiche“ (Zitat aus dem Netz). Solch einen kleinen runden Spiegel würde ich einfügen.

Der Mensch, der womöglich das Nabengaleriefenster zerstören will, schaut in den Spiegel und sieht sich.

Meine Hypothese: Das eigene Spiegelbild zerstöre ich nicht ohne weiteres…

Im Frühjahr starten wir dann einen neuen Versuch mit einer Künstlerin oder einem Künstler.

Gedacht, gesagt, getan. Anfang des Jahres hat TamieH einen doppelten Metallspiegel in die Nabe installiert und die von der Firma Fohrer aus Kupferplatten hergestellten Infoschilder an der BANKbank installiert.

...Akupunkturnadel, die Energie in die Erde ableitet...

Ute Haecker die neue Propellerskulpturnabefensterkünstlerin

Mit über 30 Besucher*innen feierte TamieH - ZukunftsWerk Fliegerhorst Crailsheim am Dienstag, 25. Juli 2023 um 18 Uhr auf dem Wall mit Ute Haecker, die Eröffnung ihrer Ein-Bild-Ausstellung in der „Nabefenstergalerie“ der Propellerskulptur von Paul Diestel.

Wie ein Wunder blieb es genau in der Zeit der Vernissage trocken – trotz eines wolkenverhangenen mächtigen Himmels auf dem Wall über den Dächern der Stadt.

Daniel Kirsch griff die besondere Situation auf und kreierte mit seiner Gitarre eine Klangatmosphäre, die dem inspirierenden Fest einen besonderen Rahmen gab.

Markus Stettner-Ruff begrüßte die Gäste und alle drei bisherigen Propellerskulpturnabefensterkünstler*innen sowie die aktuelle Ute Haecker.

Ihre Polle folgt der Blütencollage des Goethe‘schen Farbenkreises von Ute Bronner, die Ute Haecker als ihre „Nachfolgerin“ ausgewählt hat, der Vögel-Zeichnung der Schülerin Ruqea Yasin und der Ahornsamenzeichnung von Propellerskulpturerschaffer Paul Diestel.

Markus Stettner-Ruff verband die vier Kunstwerke in dem er diese zu einer kleinen Entwicklungsgeschichte formte. In dieser wurde deutlich, wie der Ahornsamen von Paul Diestel durch die Vögel von Ruqea Yasin bis nach Afrika verteilt wurde. Symbolisch führten ihre Vögel gleichzeitig die Mutter und Geschwister von Ruqea nach Crailsheim, wo die Familie, die viele Jahre durch die Flucht getrennt waren, sich vor kurzem überglücklich wieder in die Arme nehmen konnten und jetzt hier zusammenleben können. Die Samen trugen so durch Anne Bronner bunte, schöne Blüten, die jetzt mittels Ute Haecker zu ihrem Wesenskern, dem Blütenstaub und dessen Basis der Pollen geführt wurden. Diese verwesentliche sich durch eine Reduktionsteilung zu einem Chromosomensatz, beschrieb Markus Stettner-Ruff den Prozess.

Diese Verwesentlichung korrespondiere mit dem Leitgedanken, den TamieH sich für seine zweite dreijährige Projektphase (2023-2025) sich ausgewählt habe: „Mensch werde wesentlich. Denn wenn die Welt vergeht, so fällt der Zufall weg: Das Wesen, das besteht.“

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In einem Gespräch mit Anne Bronner erzählte Ute Haecker von Hintergründen und Erfahrungen ihres persönlichen und künstlerischen Denkens, Fühlens und Schaffens. Ihre beeindruckenden und aussagestarken Gedanken gipfelten in der Feststellung, dass Paul Diestels Skulptur mit ihrer offenen Mitte für sie ein energetisches Symbol sei. Sie wirke auf sie wie eine Akupunkturnadel, die Energie in die Erde ableite. „Das hat Kraft und lädt den Ort auf“ war ihre Wahrnehmung und Erkenntnis. Die Kunst habe genau diese Aufgabe, zumal in diesen Zeiten und an Orten wie im Fliegerhorstareal. Dass TamieH dies erkannt habe und durch seine sozialkünstlerische Arbeit umsetzte, wie Markus Stettner-Ruff den Ansatz von TamieH nannte, sei ein Geschenk für das Fliegerhorstareal und die Stadt.

Anne Bronner stellte am Anfang Ute Haecker vor. Sie sei in Vellberg aufgewachsen. Von 1974 bis 1979 studierte sie an der Kunsthochschule Karlsruhe Malerei und Kunstgeschichte und erwarb ihr Staatsexamen. Von 1979 bis 1983 folgte ein Studium der Freien Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Dietmar Lemcke, dessen Meisterschülerin sie 1982 wurde. Seitdem sei Ute Haecker freischaffende Künstlerin in Berlin und Vellberg lebend.

Mehrere Stipendien und vielfältige Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland spiegeln ihren mutigen und kreativen Weg als freischaffende Künstlerin wieder.

Warum sie, die sie sonst an bedeutenden Orten im In- und Ausland ausstelle, sich auf diese besondere Einbildaustellung in Crailsheim eingelassen habe, fragt sie Anne Bronner. „Die Menschen sollen sich an meiner Polle erfreuen und Freiräume für sich entdecken“, ihre überzeugende Antwort.

Gaby Mack bedankte sich namens Tamieh mit schönen Naturblumensträußen bei Daniel Kirsch, Anne Bronner und Ute Haecker für die Gestaltung der Vernissage. Mittels des Fotobuches „Burgbergstraße“ von Wolfram Hahn könne Ute Haecker das Fliegerhorstareal und seine Geschichte näher kennenlerne, sagte Markus Stettner-Ruff als er ihr das Buch als Dank überreichte.

Ute Haecker ist die nächsten Propellerskulpturnabefensterkünstlerin

TamieH lädt am 25. Juli um 18 Uhr zur Vernissage auf den Wall ein

TamieH - ZukunftsWerk Fliegerhorst Crailsheim feiert am Dienstag, 25. Juli um 18 Uhr auf dem Wall seitlich dem Hochlager Roll mit Ute Haecker, die Eröffnung ihrer Ein-Bild-Ausstellung in der „Nabefenstergalerie“ der Propellerskulptur von Paul Diestel und lädt die TamieH-Freunde und die Hohenloher Bevölkerung herzlich dazu ein.

Ute Haeckers Polle folgt der Blütencollage von Ute Bronner, die Ute Haecker als ihre „Nachfolgerin“ ausgewählt hat, der Vögel-Zeichnung der Schülerin Ruqea Yasin und der Ahornsamenzeichnung von Propellerskulpturerschaffer Paul Diestel. Alle bisherigen Künstler*innen werden anwesend sein.

Ute Haecker wird bei der Vernissage in einem Gespräch mit Anne Bronner über Hintergründe und Erfahrungen ihres künstlerischen Prozesses erzählen. Daniel Kirsch wird mit seiner Gitarre eine schöne musikalische Klangatmosphäre kreieren.

Ute Haecker ist in Vellberg aufgewachsen. Von 1974 bis 1979 studierte sie an der Kunsthochschule Karlsruhe Malerei und Kunstgeschichte und erwarb ihr Staatsexamen. Von 1979 bis 1983 folgte ein Studium der Freien Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Dietmar Lemcke, dessen Meisterschülerin sie 1982 wurde. Seitdem ist Ute Haecker freischaffende Künstlerin in Berlin und Vellberg lebend.

Mehrere Stipendien und vielfältige Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland spiegeln ihren mutigen und kreativen Weg als freischaffende Künstlerin wider. In Crailsheim war sie Anfang 2023 an der Ausstellung „10 Jahre Kunst bei der LHM“ mit ihren „Planeten“ beteiligt.

Der Goethe‘sche Farbenkreis mit Blütencollage von Anne Bronner ziert die „Nabelfenstergalerie“

Passend zum Wiesengarten-Projekt von TamieH auf der Wiese neben dem Hochlager Roll ziert über Herbst und Winter 22/23 ein Natur-Kunstwerk von Anne Bronner das Galeriefenster der Skulptur. Am Sonntag, 16. Oktober 2022, weiten wir das neue Galeriebild mit einer kleinen, feinen öffentlichen Vernissage ein. Anne Bronner ist Sozialpädagogin und war über 20 Jahre in der Erzieher*innenausbildung tätig, zuletzt an der Fachschule für Sozialpädagogik an der Eugen-Grimminger-Schule Crailsheim. Beim FliegerhorstSommer 2022 setzten sich viele Besucher*innen zu ihr auf ihr Erzählbänkle. Sie erzählte bei der Vernissage über Inhalte und Erfahrungen ihres künstlerischen Prozesses und Markus Stettner-Ruff führte in die Farbenlehre von Goethe und ihre geistigen und wissenschaftsgeschichtlichen Hintergründe ein.